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Die derzeit niedrigen Zinsen für Immobilienkredite machen das Finanzieren von Immobilien günstig. Das regt die Nachfrage an und durch die Verknappung des Angebots steigen die Preise von Immobilien. Im Interview erklärt der Zins-Experte Professor Klaus Fleischer von der Hochschule München, was an den Immobilienmärkten passieren kann, wenn die Zinsen wieder steigen.

Herr Professor Fleischer, derzeit sind Kredite einerseits billiger, andererseits sorgt die hohe Nachfrage für einen Mangel an Kaufimmobilien. Ist das aktuelle Zinstief Fluch und Segen für die Immobilienwirtschaft?

Aufgrund des derzeitigen Niedrigzinsniveaus können die Bundesbürger ihr Eigenheim extrem günstig finanzieren. Mitverantwortlich ist nach wie vor die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), aber auch ein harter Wettbewerb unter den Anbietern. Der absolute Tiefpunkt der Bauzinsen wurde vor rund 18 Monaten erreicht. Seitdem bewegen sich die Konditionen geringfügig höher. Von einer echten Zinswende kann derzeit noch nicht gesprochen werden. Allerdings gibt es zaghafte Anzeichen, dass es zu einem leichten Aufwärtstrend spätestens dann kommen wird, wenn die EZB ihr Anleihekaufprogramm Ende 2018 aufgibt.

 

Worauf muss ich achten, wenn ich Eigentum finanziere?

Die günstigen Konditionen bevorzugen Immobilienkäufe. Billige Baudarlehen kompensieren aber bei weitem nicht die Preissteigerungen und verteuerten Gestehungskosten. Ein „Mehr an Haus“ ist nur dann zu vertreten, wenn ausreichende Reserven für Notfälle vorhanden sind und die Zinsbindungen möglichst langfristig, das heißt länger als 15-20 Jahre vertraglich garantiert sind. Um kommenden Zinsrisiken bei einer fälligen Anschlussfinanzierung aus dem Wege zu gehen, bieten sich Volltilgerdarlehen an, bei denen bis zur vollständigen Tilgung die Zinsen festgezurrt sind.

 

Besteht die Gefahr, dass sich Verbraucher überschätzen?

Die strengen Mindestanforderungen bei der Kreditvergabe durch die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie aber auch bindende Eigenkapitalbestimmungen nach den Basel-Verordnungen bieten einen Verbraucherschutz. Dies zeigt sich auch im Rückgang von Finanzierungen ohne Eigenkapital, sogenannte 100% Finanzierungen.

 

Wie lange wird das noch so weiter gehen aus Ihrer Sicht?

Die gegenwärtig leichte Korrektur der Zinsen nach oben kann nicht als Ende der „goldenen Ära Bauzinsen“ gewertet werden. Dazu wären verbindliche Ankündigungen seitens der EZB zu mehreren in Erwägung zu ziehenden, schrittweise erfolgenden Leitzinserhöhungen erforderlich, analog zu den Ankündigungen der US-Notenbank (FED).  Aber auch die FED beschwichtigt derzeit aufgrund der Verunsicherung der Finanzmärkte und signalisiert eine behutsame Zinspolitik — trotz guter Konjunkturlage in den USA.

 

Wann kommt eine nachhaltige Zinswende?

Die EZB wird weiter an ihrer Nullzinspolitik festhalten. Ein getrübter Ifo-Geschäftsklimaindex und die relativ geringe Inflationsrate im Euroraum um 1,4 Prozent lassen erste zaghafte Zinsschritte seitens der EZB erst Ende nächsten Jahres erwarten.

Der Markt für Bauzinsen dürfte kommende Zinserhöhungen bereits teilweise vorweggenommen haben. Für dieses Jahr rechne ich weiter mit stabilen Bauzinsen, wobei Seitwärtsbewegungen marktbedingt durchaus vorstellbar sind.

Voraussetzung ist allerdings, dass keine gravierenden geopolitischen Krisen sich entwickeln, die zu wirtschaftlichen Verwerfungen führen könnten.

Vor diesem Hintergrund ist es für Immobilienerwerber zu überlegen, ob die Kosten für ein Forward-Darlehen tragbar sind. Viele Anbieter kommen ihren Kunden entgegen und bieten ohne Aufpreis lange Vorlaufzeiten bis zur Auszahlung der Darlehen an. Es lohnt sich, die Anbieter zu vergleichen, weil die Konditionen zum Teil sehr unterschiedlich sind.

 

Welche Akzente kann die Bundesbank setzen, um Einfluss auf die Zinspolitik zu nehmen?

Die Auswirkungen auf die Bauzinsen dürfen nicht überschätzt werden. Die Bundesrenditen stellen trendmäßig einen Einflussfaktor dar: Das Zinsniveau für Baudarlehen orientiert sich primär an den Marktgesetzen von Angebot und Nachfrage. Als risikoarmes Ankerprodukt herrscht derzeit zudem ein zunehmender Wettbewerbsdruck unter den Anbietern.

Die Folge sind sinkende Margen und Hinzukommen neuer Mitbewerber auch aus der FinTech-/PropTech-Welt sowie Vermittlerplattformen.

 

Der Brexit naht von Monat zu Monat, welche Auswirkungen hat das auf die Geldmärkte? Sind Zinsentwicklungen noch sicher hervorzusagen?

Die Folgen des Brexit sind schwer vorhersehbar. Gegenwärtiger Stand ist, dass eher ein sanfter Brexit kommen wird. Dies wird geringe, kaum merkbare Folgen für die deutschen Bauzinsen haben. Die Anbieter refinanzieren sich primär in Deutschland und nahezu ausschließlich in der Eurowährung. Devisenschwankungen spielen somit keine Rolle.

 

Sie wollen Ihre Immobilie verkaufen? Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Seite.

 

 

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8 Tipps für eine erfolgreiche Besichtigung 

Interessenten für Immobilien gibt es derzeit viele. Weil die Nachfrage stark ist, mehren sich die Anfragen. Doch um keine Massenbesichtigungen machen zu müssen, gilt es einerseits die richtigen Kandidaten für die Besichtigung einzuladen und andererseits die Besichtigung perfekt vorzubereiten. Makler wissen, was zu tun ist: Lesen Sie hier 8 Tipps von den Profis.

Die ersten Schritte sind bereits getan: Sie haben das Interesse von potenziellen Käufern geweckt. Bevor es zu einem Besichtigungstermin kommt, sollten Sie allerdings genau filtern, wer sich ernsthaft für Ihr Objekt interessiert, um keine Zeit mit aussichtslosen Interessenten zu vergeuden. Umso wichtiger ist es, wie Sie jetzt vorgehen.

 

1. Stellen Sie die richtigen Fragen

Am Telefon können Sie eigentlich relativ schnell feststellen, wer es wirklich ernst meint. Fragen Sie, ob die Finanzierung schon steht oder ob die Bank eine Voranfrage positiv bestätigt hat. Ein Kandidat der wirkliches Interesse hat, sollte nicht zögern Ihnen diese Infos zu geben. Im Gespräch können Sie außerdem erfragen, welche Anforderungen der Interessent an die Wunschimmobilie hat. Daran lässt sich oft schon erkennen, ob die Immobilie überhaupt passt. Die Selektion der passenden Interessenten gehört zur Kernkompetenz vieler Makler. Wer unsicher ist, sollte auf jeden Fall auf einen Profi setzen.

Wenn Sie die richtigen Kandidaten herausgefiltert haben, können Sie sich auf den Besichtigungstermin vorbereiten.

 

2. Planen Sie den Rundgang  

Bevor Sie mit Ihren Interessenten einen Rundgang durch Ihr Objekt machen, sollten Sie planen, wie Sie vorgehen möchten. Welches Zimmer soll als erstes vorgeführt werden und haben Sie vielleicht Besonderheiten, die Sie hervorheben wollen? Es ist daher ratsam, einen Weg festzulegen und sich das Highlight Ihrer Immobilie zum Schluss aufzusparen, weil die letzten Eindrücke besonders im Gedächtnis bleiben. Ein Immobilienexperte kann Ihnen dabei helfen die Besichtigung professionell und optimal durchzuführen.

 

3. Räume vorbereiten

Am Tag der Besichtigung ist ein gepflegter Zustand Ihrer Immobilie das A und O. Bringen Sie daher den Außenbereich- sowie den Innenbereich auf Vordermann. Achten Sie darauf, dass alle Räume aufgeräumt und sauber sind. In manchen Fällen lohnt es sich sogar, die Wände farblich aufzufrischen.

Bei der Dekoration gilt: Weniger ist mehr. Schaffen Sie eine Wohlfühlatmosphäre, ohne dass die Räume zu voll gestellt aussehen. Persönliche Gegenstände wie Fotos oder jahreszeitliche Dekorationen sollten entfernt werden.

Kleiner Tipp: Eine behagliche Atmosphäre schaffen Sie auch über Duft und angenehme Gerüche, wenn Sie frischen Kaffee kochen oder frisches Brot in der Brotmaschine haben.

 

4. Mängel offen kommunizieren

Der Kauf einer Immobilie ist für viele Menschen eine schwerwiegende Entscheidung. Umso wichtiger ist es, dass Sie ehrlich mit den potenziellen Käufern umgehen und Mängel offen kommunizieren. Ist Ihre Immobilie beispielsweise von Schimmelbefall oder einem feuchten Keller betroffen, dann sollten Sie das auch preisgeben und am besten auch im Kaufvertrag mit aufnehmen.

 

5. Vorsicht ist besser als Nachsicht

Sie sollten auf keinen Fall voller Misstrauen in die Wohnungsbesichtigung gehen, aber halten Sie sich vor Augen, dass Sie fremde Menschen in Ihre Wohnung lassen. Getreu dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ empfiehlt es sich daher, Wertsachen an einem sicheren Ort zu verstauen.

 

6. Persönlicher Kundenkontakt

Außerdem ist es wichtig, dass Sie persönlich bei der Besichtigung anwesend sind. Schließlich kennen Sie Ihre Immobilie am besten und können Interessenten Fragen persönlich beantworten. Das hinterlässt einen positiven Eindruck. Es ist daher wichtig, sich für den Besichtigungstermin persönlich Zeit für Ihre Kunden zu nehmen und vor Ort zu sein. Aber können Sie das auch leisten? Wenn Sie sich die Arbeit ersparen wollen, sollten Sie sich an einen Makler wenden. Dieser kümmert sich dann um die Interessenten bei der Besichtigung und verhandelt für Sie.

 

7. Unterlagen vorbereiten

Zu jeder guten Besichtigung gehört auch die Aushändigung aller wesentlichen Unterlagen. Zu diesen zählen:

  • Grundrisse vom Haus oder der Wohnung

  •  ein Lageplan

  •  Dokumente zum Grundstück

  •  Nebenkostenabrechnungen

  •  Energieausweis

  •  Informationen zu den letzten Sanierungen

  •  ausgedrucktes Exposé zur Mitnahme für Interessenten

Bereiten Sie sich außerdem auf zahlreiche Fragen der Interessenten zum Abschluss der Besichtigung vor. Beliebt sind vor allem Fragen zur Nachbarschaft und über die Umgebung. Ihren persönlichen Verkaufsgrund können Sie getrost für sich behalten, denn das ist allein Ihre Angelegenheit.

 

8. Zeit zum Umschauen

Wenn Sie Ihre Tour beendet haben, können Sie den Besuchern ruhig die Möglichkeit geben, sich noch einmal selbst umzuschauen. Bleiben Sie dabei allerdings in der Nähe, so können auch Fragen beantwortet werden und Sie sind auf der sicheren Seite. Die meisten Interessenten brauchen am Ende der Besichtigung etwas Bedenkzeit. Einigen Sie sich auf einen konkreten Zeitraum. So müssen Sie auch nicht unnötig Zeit verstreichen lassen und wissen genau woran Sie sind.

 

Benötigen Sie Unterstützung bei dem Verkauf Ihrer Immobilie? Gerne können Sie uns kontaktieren.

 

Foto: shironosov

Für einen Tag konnten Tilman und Clara am 26.04.2018 bei uns in die Welt der Immobilien eintauchen und einen Einblick in den schönsten Beruf der Welt erhalten – den des IMMOBILIENMAKLERS.

Begonnen hat der Tag ausgeschlafen um 10 Uhr im Büro. Zunächst gab es in lockerer Runde einige Infos zum Berufsbild. Um die beiden Schüler nicht mit unnötiger Theorie zu langweilen ging es nach dem kurzen Einstieg schon direkt zum ersten Termin.

Auf der Agenda stand zunächst eine Objektaufnahme. Mit Kameraequipment und Wohnungsschlüssel machten wir uns auf in den 2.Stock um Objektfotos anzufertigen. Alle Bilder hieß es dann wieder zurück ins Büro, denn der Schreibtisch hat schon auf uns gewartet. Eigentlich sollte jetzt genügend Zeit für die Nachbereitung sein, aber der Blick auf die Uhr ließ uns wieder aufbrechen zum nächsten Termin: Wohnungsbesichtigung.

Die Interessenten hatten heute auch eine kleine Feuerprobe zu meistern, denn sie blickten bei der Ankunft an der Wohnung in unsere vier neugierigen Gesichter. Die Besichtigungen waren zwar nicht ganz abgelaufen wie bei der Sendung „Mieten, Kaufen, Wohnen“ – konnten aber für einen Eindruck in die Realität des Immobilienmaklers sorgen.

Zurück im Büro haben wir noch die klassischen Arbeiten verrichtet: Anrufe tätigen, E-Mails & Anfragen beantworten und die Fotos vom Vormittag weiterbearbeiten. Im Nu war die Zeit um und es hieß Abschied nehmen. Für die Schüler ist ein informativer und interessanter Tag zu Ende gegangen. Uns hat es auch großen Spaß gemacht und wir freuen uns darauf, wenn uns im nächsten wieder zwei Schüler ab Klasse 8 bei unserem Traumjob über die Schulter schauen.

Wer seine Immobilie verkaufen möchte, muss in der Regel den Gewinn versteuern. Doch die Steuer fällt nicht immer an und kann auf legalem Weg umgangen werden. Wie das geht, erklärt Steuerexperte und ehemals Vorsitzender Richter am Finanzgericht, Hans-Joachim Beck und beantwortet uns alle Fragen rund um die Steuern beim Hausverkauf im Interview.

Herr Beck, die meisten Menschen wissen, dass beim Hauskauf eine Steuer fällig wird. Doch wie sieht es aus, wenn man eine Immobilie verkauft, muss da auch eine Steuer gezahlt werden?

 

Hans-Joachim Beck: Im Einkommenssteuergesetz gibt es einen besonderen Paragraphen der besagt, dass die Veräußerung einer Immobilie des Privatvermögens steuerpflichtig ist, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre liegen. Das ist die sogenannte „Spekulationsfrist“. Es ist keine besondere Steuer und es gibt auch keinen besonderen Steuersatz oder Ermäßigung. Wenn die Immobilie vom Eigentümer selbst bewohnt wird, muss der Gewinn nicht versteuert werden.

Ab wann beginnt denn die zehnjährige Spekulationsfrist?

 

Hans-Joachim Beck: Mit dem notariellen Kaufvertrag.

 

Wie wird zwischen selbstgenutztem Eigentum und fremd genutztem Eigentum differenziert?

 

Hans-Joachim Beck: Bei einem Einfamilienhaus beispielsweise, welches man selber bewohnt, ist die Veräußerung steuerfrei, auch wenn ich sie innerhalb der zehn Jahres Frist verkaufe. Voraussetzung ist, dass  ich die Immobilie während der gesamten Zeit zwischen Anschaffung und Veräußerung selbst bewohnt habe oder aber dass ich die Immobilie im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren ununterbrochen selbst bewohnt habe. Es muss sich dabei nicht um volle Jahre handeln. Wenn ich mein Einfamilienhaus beispielsweise im Mai 2018 verkaufe, muss ich es mindestens seit Ende Dezember 2016 selbst bewohnt haben. Makler sagen ihren Kunden häufig den Satz: Sie müssen mindestens zwei Silvester darin gefeiert haben.

 

Gibt es noch andere Fälle, wann die Steuer beim Hausverkauf fällig wird?

Hans-Joachim Beck: Ja, wenn beispielsweise der Immobilienverkauf gewerblich ist.

Ab wann gilt der Immobilienverkauf als gewerblich? Können Sie das an einem Beispiel erklären?

Hans-Joachim Beck: Ich muss innerhalb von 5 Jahren drei Zählobjekte verkaufen. Zählobjekte sind Grundstücke, die ich innerhalb der letzten zehn Jahre gekauft oder modernisiert habe. Beispiel: Ich besitze seit 15 Jahren ein Mehrfamilienhaus. Jetzt teile ich es auf in Eigentumswohnungen und verkaufe 20 Eigentumswohnungen. Ich habe dann zwar mehr als drei „Grundstücke“ verkauft. Es liegt aber dennoch  kein gewerblicher Grundstückshandel vor, weil ich die Immobilie schon mehr als zehn Jahre im Eigentum habe. Wenn ich diese Immobilie allerdings während der letzten 10 Jahre modernisiert habe, dann ist es ein gewerblicher Grundstückshandel.

Durch die Modernisierung ist es also so, als hätte man sich die Immobilie „neu gekauft“?

Hans-Joachim Beck: Ja, ab dem Zeitpunkt, in dem   modernisiert wurde, beginnt die Frist wieder neu.

Dann wäre es ungünstig die Immobilie vor dem Verkauf noch zu modernisieren?

 

Hans-Joachim Beck: Das wird aber  trotzdem gerne gemacht, weil die Immobilie dadurch besser verkäuflich ist. Man muss halt die finanziellen Vorteile für sich klar abwägen und schauen, ob eine Modernisierung wirklich lohnenswert ist. Als Modernisierung gilt jede Maßnahme zu der ich als Vermieter mietrechtlich nicht verpflichtet bin und die die Veräußerbarkeit erleichtert.

 

Von welchen Faktoren ist die Höhe der Steuer abhängig?

 

Hans-Joachim Beck: Die Spekulationssteuer unterscheidet sich nicht von der normalen tariflichen Steuer, wie viele denken. Sie ist einfach ein Tatbestand innerhalb der Einkommensteuer und der Gewinn wird zu den normalen, üblichen Einkünften hinzugerechnet. Der Veräußerungsgewinn treibt allerdings auch den Progressionssatz, also den Steuersatz für die normalen Einkünfte, in die Höhe, da alles zusammen besteuert wird.

 

Foto: JSB – Fotolia, Grafner
Interview von Julia Ceitlina  

Wenn sich Menschen trennen oder sogar scheiden, stellt sich oft die Frage, wie mit der gemeinsamen Immobilie umzugehen ist.  Optionen gibt es viele, aber welche passen auf die eigene Situation? Der Gang zum Immobilienexperten lohnt sich, da der neutrale Außenstehende alle Möglichkeiten vorstellen kann, ohne durch heftige Emotionen voreingenommen zu sein. Einige Makler haben sich deswegen sogar zum Mediator ausbilden lassen. Die wichtigsten Aspekte stellen wir Ihnen hier vor.

 

1. Hausverkauf in der Trennungszeit

 

Eine Scheidung kann juristisch erst vollzogen werden, wenn ein ganzes Trennungsjahr abgelaufen ist. Das Paar muss also zunächst ein Jahr getrennt gelebt haben, um eine Scheidung einreichen zu können. Dennoch kann die Immobilie auch schon in dieser Phase verkauft werden, wenn das Paar in Trennung davon überzeugt ist, dass eine Versöhnung oder der Wunsch wieder zusammen zu leben, aussichtslos ist. Das hilft, Streit beim Vollziehen der Scheidung zu verhindern. Oft sind aber die Verhältnisse schon zu zerrüttet, so dass andere Optionen wahrscheinlicher sind.

 

2. Hausverkauf nach Ablauf des Trennungsjahres

 

Nach Ablauf von einem Trennungsjahr, kann einer der Ehepartner die Veräußerung der gemeinsamen Immobilie verlangen. Lässt sich der andere Ehepartner nicht überreden, kann er gerichtlich sogar auf die Erteilung der Zustimmung verklagt werden. Dieser Schritt kann umgangen werden, wenn Sie sich stattdessen an einen Immobilienexperten wenden, der als Mediator ausgebildet ist. Dieser kann Ihnen dabei helfen eine Interessenabwägung durchzuführen.

 

3. Immobilie verkaufen

 

Der Verkauf der Immobilie hat den Vorteil, dass beide Ehepartner gleich den Erlös für den Verkauf hätten. Damit ließen sich zum einen Bankverbindlichkeiten bedienen. Zum anderen ließe sich mit dem Geld auch ein Neuanfang machen, indem es in eine neue, kleinere Wohnung investiert werden kann. Der Nachteil ist allerdings, dass ein Verkauf nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und im Falle einer Versöhnung der Ehepartner, die Immobilie schon „verloren“ ist und neue Besitzer hat.

 

4. Immobilie vermieten

 

Das eigene Zuhause zu vermieten hat den Vorteil, dass die Immobilie weiterhin im Familienbesitz bleibt und später auch an die Kinder vererbt werden kann. Außerdem ließen sich von den Mieteinnahmen auch der Kredit bei der Bank bedienen. Im Fall, dass es doch zu einer Versöhnung kommt ist die Immobilie zudem nicht weg, sondern kann erneut bezogen werden.

 

5. Teilungsversteigerung

 

Wenn der Wille zum Verkauf zwar da ist, aber es zu keiner Einigung bezüglich des Preises kommt, kann eine Teilungsversteigerung durchgeführt werden.

Eine Teilungsversteigerung ist Teil der Zwangsversteigerung und kann von einem der Partner unabhängig beim Amtsgericht beantragt werden. Zur Antragsstellung berechtigt ist grundsätzlich jeder Miteigentümer, unabhängig von der Größe seines Anteils. Das Risiko bei einer Teilungsversteigerung ist allerdings, dass der Erlös weit unter dem Verkehrswert der Immobilie liegt. Für beide Parteien wirtschaftlich ein großer Nachteil, da es viele Schnäppchenjäger gibt, die nur darauf warten, dass solche Immobilen veräußert werden. Zusätzlich kommt hinzu, dass Kosten für das Sachverständigengutachten getragen werden müssen. Diese liegen zwischen 1000 bis 2500 Euro.

 

6. Makler — ist er parteiisch?

 

Wenn es darum geht den Immobilienexperten zu engagieren stellt sich die Frage: Wer kümmert sich darum? Und woher weiß ich, dass der Makler, beispielsweise von meinem Ehepartner nicht parteiisch ist? Nun, im Scheidungsfall ist das gegenseitige Vertrauen oftmals nicht mehr gegeben. Nur wie geht man jetzt am besten vor? Es besteht die Möglichkeit zwei verschiedene Immobilienmakler für sich arbeiten zu lassen. Das würde aber dazu führen, dass die Provision halbiert werden muss. Keine gute Motivation für die Immobilienexperten, was sich auch auf der Arbeit bemerkbar machen wird und den Verkaufszeitraum in die Länge zieht. Wir empfehlen Ihnen daher sich gemeinsam auf einen Immobilienmakler zu einigen, bei dem Sie beide ein gutes Gefühl haben. Achten Sie auch darauf, dass der Experte über mediatorische Kenntnisse verfügt. Dieser kann eine Interessenabwägung durchführen, sodass beide Parteien zufrieden aus dem Verkauf rausgehen können. Sollten Sie dennoch Bedenken haben bei der Wahl des Immobilienmaklers, können Sie sich bei einem Anwalt rechtlich beraten lassen.

Wollen Sie Ihre Scheidungsimmobilie verkaufen und wissen nicht weiter? Gerne können Sie uns kontaktieren. 

 

Foto: loloStock

 

Bei den Planungen zum Hausbau stellt sich oft die Frage, ob es überhaupt nötig ist, das Gebäude zu unterkellern. Gerade in diesen Tagen ist das oft ein finanzieller Aspekt angesichts der gestiegenen Baukosten. Doch komplett auf ein Kellergeschoss zu verzichten, kann sich später auch als Nachteil erweisen. Wir erläutern, welche Aspekte Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten.

Das Kosten-Nutzen Verhältnis

Für viele Bauherren gehört ein Keller ganz klar zum Haus dazu. Ist ein Haus ohne Untergeschoss überhaupt ein richtiges Haus? Inzwischen entscheidet sich allerdings jeder vierte Bauherr gegen einen Kellerraum, ausschlaggebend dafür ist vor allem der finanzielle Aspekt. Laut der Studie vom Bauherren-Berater Almondia, halten inzwischen 74 Prozent der Hauseigentümer einen Keller für überflüssig. „Je nach Ausführung müssen Bauherren bei einem Einfamilienhaus mit zusätzlichen Kosten zwischen 20.000 und 60.000 Euro rechnen“, so Almondia- Geschäftsführer Rättich. „In Gegenden mit einem hohen Grundwasserspiegel kann sogar ein noch höherer finanzieller Einsatz notwendig sein, um nach dem Einzug keine böse Überraschung zu erleben.“

Was spricht für einen Keller?

Ein Kellerraum mag zwar zusätzliche Kosten verursachen, doch auf lange Sicht gesehen lässt sich durch ein Untergeschoss für wenig Geld mehr Wohnfläche gewinnen, die man umfunktionieren und vielseitig einsetzen kann: Ob als zusätzliches Zimmer, wenn Familienzuwachs kommt, als Hobbyraum, Homeoffice oder als Raum zum Feiern und musizieren. Außerdem lässt sich im Keller eine Waschküche, Haustechnik und Heizungsanlage unterbringen, wodurch mehr Fläche zum Wohnen entsteht.

Bessere Verkaufschancen

Immobilienmakler bestätigen, dass Häuser mit einem zusätzlichen Geschoss auf dem Markt gefragter sind und der Wiederverkaufswert steigt. Zudem wurde errechnet, dass sich die 10 % Mehrkosten, die beim Ausbau eines Kellers aufgebracht werden rentieren, da ein Raumgewinn bis zu 40 % entsteht. ( Quelle: www.bauen.de).

Was spricht gegen einen Keller?

Zum finanziellen Aspekt kommt die Tatsache hinzu, dass ein Haus mit Keller länger gebaut wird als eines ohne. Wenn man es also besonders eilig hat in das neue Domizil zu ziehen, ist ein Keller von Nachteil. Vorsicht ist auch geboten, wenn das Haus in einem Gebiet mit hohem Grundwasserspiegel gebaut wird, das kann die Kosten erheblich steigern, da Kellerwände speziell gegen Grundwasserdruck versichert werden müssen. Auch die höhere Anfälligkeit für Nässe und Schimmel schreckt viele Bauherren ab. In puncto Barrierefreiheit kommen durch den Kellerraum zusätzliche Kosten auf, da ein barrierefreier Zugang nur kostenintensiv umsetzbar ist. Umso wichtiger ist es, vor dem Bauen zu wissen unter welchen Verhältnissen das zu bebauende Grundstück steht.

Die Bodenverhältnisse sind entscheidend

Einen Keller zu bauen geht nicht ganz ohne weiteres, denn es ist wichtig, dass die Bodenverhältnisse stimmen. Ist der Boden eher schwierig, kann das die Kosten steigern, da zusätzliche technische Aufwendungen notwendig werden und unter Umständen sogar die obersten Bodenschichten ausgetauscht werden müssen.

Wichtig: Baugrundachten

Ein Baugutachten ist notwendig, damit nach dem Hausbau keine bösen Überraschungen entstehen. Diese können sich beispielsweise durch Risse in den Wänden oder Feuchtigkeit widerspiegeln. Wichtig ist insbesondere, wie sich das Wasser in der Tiefe verhält. Wenn der Grundwasserspiegel zu hoch ist oder sich das Sickerwasser staut kann es Druck auf die Abdichtung des Gebäudes ausüben, was wiederum zu feuchten Wänden führt.

Foto: © FooTToo

Text: Julia Ceitlina.

Erfolgreich verkaufen mit aussagekräftigen Fotos

Um die Verkaufschancen Ihrer Immobilie zu steigern, müssen Sie diese optimal präsentieren. Zu einem aussagekräftigen Verkaufsexposé gehören daher auch gute Fotos. Ins richtige Licht gerückt, wird es Ihnen gelingen das Interesse von möglichen Käufern zu wecken und somit auch unnötige Besichtigungstermine zu vermeiden. Wie Ihnen passende Bilder gelingen, erklären wir in 6 einfachen Tipps.

Fotos haben unbestritten eine faszinierende Wirkung — sie können in Bruchteilen von Sekunden Emotionen auslösen und ebenso schnell ohne große Worte Botschaften verbreiten. Im Immobilienbereich steigern gute und aussagekräftige Fotos die Anfragen, führen zum schnelleren Verkauf und wirken auch auf den Verkaufspreis ein. Denn qualitativ hochwertige Bilder setzen viele Interessenten gleich mit einer qualitativ hochwertigen Immobilie. Wenn Sie sich diese Aufgabe alleine nicht zutrauen, setzen Sie lieber auf einen Immobilienexperten. Denn den ersten Eindruck bekommen Sie nie wieder korrigiert. Doch wie sehen hochwertige Fotos eigentlich aus? Hier die wichtigsten Tipps:

Richtiges Licht bei Außenaufnahmen

Das richtige Licht ist für gute Fotos von großer Bedeutung. Wenn Sie eine Außenaufnahme von Ihrem Haus machen möchten, lohnt es sich auf das richtige Wetter zu warten. Ein behaglicher Eindruck Ihrer Immobilie gelingt Ihnen, wenn Sie die Abendsonne nutzen. Insbesondere an grauen und düsteren Wintertagen können Sie durch die Abendsonne einen wärmeren Eindruck erzielen.

Innenaufnahmen: Für richtige Lichtverhältnisse sorgen

Bei Innenaufnahmen empfiehlt es sich, den Sonnenstand zu prüfen und die richtige Tageszeit abzupassen. Dringt zu viel Sonne durch das Fenster, laufen Sie Gefahr, dass ihr Bild überbelichtet ist oder die Kontraste zu stark sind. Die Lichtmenge lässt sich zwar über die Blende und die Verschlusszeit der Kamera regulieren. Zu dunkle und zu helle Bilder sind oft auch mit Bildbearbeitungsprogrammen nicht mehr zu retten. Sehr schön wirkt das Spiel mit scharfen und unscharfen Bildbereichen. Fotografieren Sie zum Beispiel eine Küchenzeile und haben einen Tisch mit Vasen im Anschnitt im Vordergrund in der Unschärfe, entsteht ein räumlicher Eindruck.

Aufgeräumte Räume wirken ruhiger  und attraktiver

Räume mit vielen Gegenständen wirken meist eng und unruhig. Daher lohnt es sich, alle Zimmer, die fotografiert werden sollen, gründlich aufzuräumen. Entfernen Sie alles, was nicht unbedingt hinein muss. Insbesondere persönliche Gegenstände blockieren die Vorstellungskraft des Betrachters, der automatisch immer versuchen wird, seine eigenen Einrichtungsgegenstände in den Raum zu projizieren.

Im Bad besonders penibel sein

Das Badezimmer und die Toilette sind Räume, auf die Menschen hochsensibel reagieren. Hier gilt es besonders gründlich zu reinigen und alle persönlichen Störfaktoren zu entfernen. Baduntensilien wie Kosmetika, Handtücher, Reinigungsmittel oder Toilettenpapier am Besten hinter einer Schranktür verbergen, so dass diese nicht mit im Bild sind. Ein weiterer Fehler, der Laien immer wieder passiert:  Sich selber ungewollt im Badezimmerspiegel zu fotografieren.

Auf die Perspektive kommt es an

Wer einen Raum komplett ins Bild bekommen möchte, neigt häufig zum Fehler die Kamera (beispielsweise vom Smartphone) zu kippen oder sich auf eine Leiter zu stellen. Am besten ist es, aus etwa einem Meter Höhe zu fotografieren. Dazu kann man die Kamera etwas tiefer halten oder in die Knie gehen.

Vermeiden Sie bei einem Weitwinkelobjektiv einen zu großen Bildwinkel. Das führt zu einer übertrieben verzerrten Darstellung der Wirklichkeit und lässt Räume größer erscheinen als sie sind. Raumtiefe kann erzeugt werden, indem diagonal zum Raum fotografiert wird. Fotografieren Sie daher eine Wand nie frontal, da es zum gegenteiligen Effekt führt.

Nachbearbeiten aber nicht verfälschen

Sollten die Resultate am Ende doch nicht ganz überzeugen, kann das bis zu einem bestimmten Grad über ein Bildbearbeitungsprogramm nachgebessert werden. Wichtig ist dabei nur, dass die Fotos nicht verfälscht werden. Farbeinstellungen sowie Beleuchtung und Kontrast können getrost optimiert werden.

Brauchen Sie  Hilfe bei der Präsentation Ihrer Immobilien, bei den Fotos oder beim Erstellen eines Exposés?

Gerne erledigen wir das für Sie.

 

 

Foto: IStock

Text: Julia Ceitlina.

Für seinen Beruf als Musicaldarsteller steht der in Trier geborene Axel Herrig regelmäßig auf Deutschlands Bühnen. Viel Zeit zum Entspannen bleibt da nicht. Umso wichtiger ist es für den Hauptdarsteller des Musicals „Falco meets Amadeus“, seine freie Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Bei der Inneneinrichtung liebt er Stücke aus den 50er und 60er Jahren.

Herr Herrig, wann haben Sie zum ersten Mal beschlossen auf der Bühne zu stehen?

Axel Herrig: Ich habe schon mit 14 Jahren angefangen Musik zu machen in der Schülerband bei uns im Dorf. Und dann kam es nach dem Abitur sehr zufällig, dass ich anschließend in Köln Gesang studiert habe und dann in diesen Beruf des klassischen Sängers reingerutscht bin. Das hat sich dann nach und nach so entwickelt. Vom Hobby über semiprofessionell bis hin zum Studium. Inzwischen bin ich schon seit vielen Jahren als Sänger unterwegs.

Können Sie es sich vorstellen, jemals einen „normalen“ 08/15-Job zu haben?

Das wünsche ich mir oft. Meine Frau ist Juristin und von 9 bis 15 Uhr im Büro. Als Musiker hat man nie wirklich Feierabend und keine geregelten Zeiten zu denen man arbeitet. Man ist immer entweder mit der aktuellen Rolle beschäftigt oder man ist gerade dabei, sich auf den nächsten Job vorzubereiten. Manchmal beneide ich zwar diese Form des geregelten Lebens, aber ich glaube, das könnte ich auf Dauer auch nicht aushalten.

Haben Sie als Musiker bestimmte Ansprüche an Ihre Wohnung?

Ich war etwas zwiegespalten. Da ich beruflich viel unterwegs bin, bin ich sehr hin- und hergerissen zwischen einer Wohnung in der Stadt, die mich zu meiner Arbeit und zur Infrastruktur bringt und zwischen einem Haus oder einer Wohnung auf dem Land, wo ich mich dann von dem Stress wieder erholen kann. Da ich auch vom Land komme und auf einem Dorf groß geworden bin, zieht es mich auch dorthin. Es wohnen also zwei Seelen in meiner Brust.

Wohnen Sie im Eigentum oder zur Miete?

Derzeit wohnen wir in Wien in einer Eigentumswohnung – schön oben unter dem Dach mit zwei großen Dachterrassen und einem phantastischen Blick über ganz Wien. Trotzdem schauen wir auch immer mal, ob es etwas Gutes auf dem Land gibt.

Welche Bedeutung hat Zuhause für Sie?

Zuhause hat eine große Bedeutung, weil ich eine große Zeit meines Lebens berufsbedingt in Hotels, Flughäfen und Bahnhöfen verbracht habe und verbringe. Das bringt der Beruf halt so mit sich. Deswegen ist es umso wichtiger, am Ende des Tages die Tür hinter sich zu verschließen und einfach abzuschalten.

Was vermissen Sie am meisten, wenn Sie unterwegs sind?

Wenn ich unterwegs bin, vermisse ich vor allem mein Bett, meine Küche, natürlich auch meine Freunde und meine Frau und mein Motorrad. Und im Allgemeinen vermisse ich das Gefühl, in meinen eigenen vier Wänden zu sein. Ich finde Hotels zwar toll, aber das ist auch nur ein Kompromiss.

Wie machen Sie es sich am liebsten gemütlich?

Da bin ich wirklich in den Klischees verhaftet: Mit einem schönen Essen, mit einem Glas Wein, meiner Frau und einfach mal fernsehen oder mit Freunden auf der Dachterrasse den Abend ausklingen lassen.

Sie haben die Möglichkeit in ein abgelegenes Traumhaus irgendwo in den Bergen zu ziehen, dürfen allerdings nur ein technisches Gerät mitnehmen. Welches wäre das?

Das ist mein Dual-Plattenspieler aus den 70er Jahren — vorausgesetzt, es gibt Strom in dieser Hütte.

Sind Sie im Besitz von Smart Home Technologie?

Nein, so weit bin ich noch nicht.

Wo könnten Sie auf keinen Fall wohnen?

In Kleinstädten oder in Westdeutschland wie in Mönchengladbach, Krefeld oder Frankfurt könnte ich nicht wohnen.

Was ist Ihnen wichtig bei der Inneneinrichtung?

Ich bin ein absoluter 50er- und 60er-Jahre-Fan was Möbel angeht und hab auch ein paar Artefakte aus dieser Zeit mitgebracht. Meine Frau ist sehr modern und so steht bei uns neben einem modernen Designerregal ein Tisch, der original aus den 50ern stammt – es ist also gemischt. Ich habe mir immer gewünscht, ganz minimalistisch zu wohnen, so wie in diesen Einrichtungszeitschriften. Aber irgendwie klappt das nie bei mir, weil ich einfach zu vieles habe, wovon ich mich nicht trennen kann.

Was ist denn Ihr Lieblingsstück?

Ein Barschrank mit Lamellen aus den 50er Jahren, den habe ich mal in Berlin auf dem Flohmarkt gekauft.

Foto: © Mayer/Schulze

Text: Julia Ceitlina.